add custom prompts with PS1 and PS2

PS1 and PS2 support the backslash escapes of bash (\u \h \w \W \$ \t \j
\e \[ \] ...) and expand $VAR, ${...}, $(...) and $((...)) before each
prompt. Values of escapes and expansions are sanitized. Lines before the
last one and non-SGR escape sequences are written before readline's
prompt. Without PS1, the default prompt is unchanged.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Florian WaltherandClaude Opus 5.5 committed 2026-10-05 22:49:19 +02:00
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@@ -59,6 +59,11 @@ Features:
GOSH_COLORS='user=1;33:path=36' (keys user, root, path, error; values
are ANSI SGR codes, empty = no color); disabled with $NO_COLOR,
TERM=dumb or when output is not a terminal
- Custom prompt with $PS1 (and $PS2 for continuation lines, default
"> ") using the escapes of bash: \u user, \h/\H host, \w/\W directory,
\$ (# for root), \t \T \@ \A \d time/date, \j jobs, \n newline,
\e escape, \[ \]; $VAR, $(...) and $((...)) are expanded, e.g.
PS1='\[\e[1;32m\]\u@\h\[\e[0m\]:\w\$ '
- Reports the working directory to the terminal (OSC 7) before each
prompt, so new tabs/windows open in the same directory
- Variables: name=value sets a variable (like set), name=value command
@@ -725,7 +730,7 @@ $ bg %2 # oder: angehaltenen Job im Hintergrund weiterlauf
### Prompt
Der Prompt zeigt Benutzer, Rechner und Verzeichnis. Ist der letzte Befehl fehlgeschlagen, steht sein Exit-Status in eckigen Klammern davor, bis wieder ein Befehl erfolgreich war:
Der Standard-Prompt zeigt Benutzer, Rechner und Verzeichnis. Ist der letzte Befehl fehlgeschlagen, steht sein Exit-Status in eckigen Klammern davor, bis wieder ein Befehl erfolgreich war:
```
flow@host:~/src $ false
@@ -741,7 +746,7 @@ Typische Werte: `1` allgemeiner Fehler, `2` Syntaxfehler, `126` nicht ausführba
### Farben
Der Prompt wird über die Umgebungsvariable `GOSH_COLORS` eingefärbt. Sie besteht aus durch `:` getrennten Einträgen `schlüssel=code`:
Der Standard-Prompt wird über die Umgebungsvariable `GOSH_COLORS` eingefärbt (für einen eigenen Prompt mit `PS1` gilt sie nicht, siehe unten). Sie besteht aus durch `:` getrennten Einträgen `schlüssel=code`:
| Schlüssel | Teil des Prompts | Standard |
|-----------|--------------------------------|---------------------|
@@ -796,6 +801,42 @@ GOSH_COLORS='root=1;97;41'
GOSH_COLORS='user=:path=4'
```
### Eigener Prompt: PS1 und PS2
Wie in bash lässt sich der Prompt mit der Variablen `PS1` frei gestalten, am besten in `~/.goshrc`. Ist `PS1` nicht gesetzt, gilt der Standard-Prompt von oben; `unset PS1` holt ihn zurück. `PS2` ist der Prompt für Folgezeilen unvollständiger Befehle (Standard `> `).
```bash
PS1='\u@\h:\w\$ ' # wie der Standard, ohne Farben
PS1='\[\e[1;32m\]\u@\h\[\e[0m\]:\[\e[1;34m\]\w\[\e[0m\]\$ ' # mit Farben
PS1='\[\e[2m\]\t\[\e[0m\] \W \$ ' # Uhrzeit und nur der Verzeichnisname
PS1='[$?] \w\n\$ ' # Exit-Status, Eingabe in eigener Zeile
PS1='\w$(git branch --show-current 2>/dev/null | sed "s/.*/ (&)/") \$ ' # git-Branch
PS2='… '
```
| Escape | Bedeutung |
|---------------|-------------------------------------------------------------|
| `\u` | Benutzername |
| `\h` / `\H` | Rechnername bis zum ersten `.` / vollständig |
| `\w` / `\W` | aktuelles Verzeichnis (`~` für das Home-Verzeichnis) / nur der letzte Teil |
| `\$` | `#` für root, sonst `$` |
| `\t` `\T` `\@` `\A` | Uhrzeit: `14:07:09`, `02:07:09`, `02:07 PM`, `14:07` |
| `\d` | Datum, z. B. `Mon Oct 05` |
| `\j` | Anzahl der Jobs |
| `\l` | Terminal (z. B. `pts/3`) |
| `\s` / `\v` / `\V` | `gosh` / Version `0.19` / `0.19.0` |
| `\n` `\r` `\a` `\e` | Zeilenumbruch, Wagenrücklauf, Klingel, Escape |
| `\nnn` | Zeichen mit dem Oktalcode `nnn`, z. B. `\033` |
| `\\` | Backslash |
| `\[` `\]` | umschließen Escape-Sequenzen (wie in bash, siehe unten) |
- Danach werden `$VAR`, `${...}`, `$(...)` und `$((...))` vor jedem Prompt neu ausgewertet. Deshalb `PS1` in einfachen Anführungszeichen setzen, sonst wird z. B. `$(…)` nur einmal beim Zuweisen ausgeführt. `$?` ist der Exit-Status des letzten Befehls; Befehle im Prompt ändern ihn nicht.
- Eine nicht gesetzte Variable im Prompt ist ein Fehler (`gosh: PS1: X: unbound variable`), dann erscheint der Standard-Prompt. `${X:-}` vermeidet das.
- Andere Escapes (z. B. `\D{…}`, `\!`, `\#`) kennt gosh nicht, sie bleiben unverändert stehen.
- `\[` und `\]` braucht gosh nicht, sie werden ignoriert, damit Prompts aus der `.bashrc` unverändert funktionieren. gosh erkennt Farbsequenzen (`\e[…m`) selbst; andere Steuersequenzen wie der Fenstertitel `\e]0;titel\a` werden vor dem Prompt ausgegeben.
- Die Werte von `\w`, `\u`, `\h` usw. und aller Expansionen werden wie der Standard-Prompt bereinigt: Steuerzeichen erscheinen escaped (`\x1b`). Ein Verzeichnis- oder Branch-Name kann so keine Escape-Sequenzen ins Terminal schreiben – Farben müssen deshalb direkt in `PS1` stehen, nicht in der Ausgabe von `$(...)`.
- Wie alle Variablen in gosh ist `PS1` eine Umgebungsvariable und wird an gestartete Programme vererbt (eine bash darin versteht dieselben Escapes).
### Sicherheitshinweise
- Die History liegt in `$XDG_STATE_HOME/gosh/history` (Standard: `~/.local/state/gosh/history`) und ist nur für den eigenen Benutzer lesbar (Verzeichnis `0700`, Datei `0600`). Mit `GOSH_HISTFILE` lässt sich ein anderer Pfad setzen, mit `GOSH_HISTFILE=` wird die History abgeschaltet.