add assignments name=value and unset

- name=value (one or more) without a command sets variables of the shell
- name=value before a command sets them only in its environment (for
  builtins only while they run)
- an assignment needs an unquoted name and =; the value is not split
  and not expanded as wildcard or brace pattern, ~ is expanded after =
  and :
- the status of an assignment is the one of its last $(...)
- new builtin unset

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Florian WaltherandClaude Opus 5.5 committed 2026-10-04 00:17:38 +02:00
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+256 -14

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+29 -4
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@@ -12,6 +12,7 @@ Built-in commands:
quit [code] - Quit shell with status code (default: $?)
set VAR=val - Set environment variable
export VAR=val - Export environment variable
unset VAR - Remove a variable
source file - Run the commands of file in this shell (also: . file)
jobs - List background and stopped jobs
fg [%n] - Continue job n (default: current job) in the foreground
@@ -44,6 +45,9 @@ Features:
GOSH_COLORS='user=1;33:path=36' (keys user, root, path, error; values
are ANSI SGR codes, empty = no color); disabled with $NO_COLOR,
TERM=dumb or when output is not a terminal
- Variables: name=value sets a variable (like set), name=value command
sets it only for that command; the value is not split or expanded as
a pattern
- Environment variable expansion ($VAR, ${VAR}, ${VAR:-default});
using an unset variable is an error, use ${VAR:-} for an empty default
- Command substitution: $(command) is replaced by the output of command
@@ -150,10 +154,10 @@ done
for i in {1..5}; do echo "Durchlauf $i"; done
set n=3
n=3
while [ $n -gt 0 ]; do
echo $n
set n=$(expr $n - 1)
n=$(expr $n - 1)
done
until ping -c1 -W1 server >/dev/null; do sleep 1; done
@@ -175,7 +179,28 @@ until ping -c1 -W1 server >/dev/null; do sleep 1; done
- Ist ein Befehl noch nicht vollständig (z. B. nach `if …; then` oder `for …` + Enter, nach `&&`, `|` oder einem `\` am Zeilenende), zeigt gosh den Fortsetzungs-Prompt `> `; Ctrl+C verwirft die angefangene Eingabe. Skripte und Startdateien lesen entsprechend weiter.
- Ctrl+C bricht die ganze Befehlszeile ab, also auch eine Schleife (`while true; do sleep 1; done`).
- Der Exit-Status ist der des zuletzt ausgeführten Befehls; ein `if` ohne passenden Zweig und eine Schleife ohne Durchlauf haben den Status 0.
- Nicht unterstützt: Kontrollstrukturen in Pipes (`for …; done | sort`), mit Umleitung (`done > datei`) oder im Hintergrund (`done &`), außerdem `case`, Funktionen, `read` und Zuweisungen der Form `x=1` – Variablen setzt man mit `set x=1`, Arithmetik geht z. B. mit `$(expr $n + 1)`.
- Nicht unterstützt: Kontrollstrukturen in Pipes (`for …; done | sort`), mit Umleitung (`done > datei`) oder im Hintergrund (`done &`), außerdem `case`, Funktionen und `read`. Arithmetik geht z. B. mit `n=$(expr $n + 1)`.
### Variablen
```bash
name=wert # Variable setzen (wie set name=wert)
a=1 b=2 # mehrere auf einmal
gruss="Hallo Welt" # Leerzeichen im Wert brauchen Anführungszeichen
heute=$(date +%F) # Ausgabe eines Befehls
PATH=~/bin:$PATH # ~ wird auch nach = und : ersetzt
LANG=C sort datei # nur für diesen einen Befehl
unset name # Variable entfernen
echo $name ${name:-standard}
```
- Eine Zuweisung ist ein Wort `name=wert` am Anfang eines Befehls, bei dem `name` und `=` ohne Anführungszeichen stehen und `name` aus Buchstaben, Ziffern und `_` besteht (nicht mit einer Ziffer beginnend). `"x=1"`, `x\=1` und `echo x=1` sind keine Zuweisungen.
- Steht danach kein Befehl, wird die Variable in der Shell gesetzt. Wie bei `set` und `export` sind in gosh alle Variablen auch für gestartete Programme sichtbar (es gibt keine reinen Shell-Variablen).
- Steht ein Befehl danach (`LANG=C sort datei`), gilt die Zuweisung nur für diesen Befehl, die Shell behält den alten Wert.
- Der Wert wird nicht in Wörter geteilt und nicht als Wildcard oder `{a,b}` expandiert: `x=$(ls)` speichert die ganze Ausgabe, `x=*.go` speichert `*.go`. Variablen, `$(...)` und `~` (am Anfang, nach `=` und nach `:`) werden ersetzt.
- `$?` ist nach einer Zuweisung der Status des letzten `$(...)` darin, sonst 0.
- Variablen in den Argumenten werden ersetzt, bevor die Zuweisung davor gilt: `x=1 echo $x` gibt nicht `1` aus, sondern meldet `x: unbound variable` (wenn `x` vorher nicht gesetzt war).
- In einer Pipeline (`x=1 | cat`) ändert eine Zuweisung die Shell nicht.
### Befehlsersetzung
@@ -273,7 +298,7 @@ $ ls -d */ # nur Verzeichnisse
- Versteckte Dateien (mit `.` am Anfang) werden nur gefunden, wenn das Muster selbst mit `.` beginnt: `*` findet `.bashrc` nicht, `.*rc` schon.
- Passt keine Datei, bleibt das Wort unverändert stehen (wie in `sh`), `ls *.xyz` meldet dann also `ls` den Fehler.
- In Anführungszeichen oder mit `\` davor sind die Zeichen normale Zeichen: `echo "*"`, `echo '*.go'`, `echo \*`.
- Werte von Variablen werden nicht als Muster behandelt (anders als in `sh`): Nach `set P=*.go` gibt `echo $P` wörtlich `*.go` aus. So kann ein Variablenwert nie unbemerkt auf viele Dateien passen. `echo $DIR/*.go` funktioniert dagegen, weil das `*` direkt in der Zeile steht.
- Werte von Variablen werden nicht als Muster behandelt (anders als in `sh`): Nach `P='*.go'` gibt `echo $P` wörtlich `*.go` aus. So kann ein Variablenwert nie unbemerkt auf viele Dateien passen. `echo $DIR/*.go` funktioniert dagegen, weil das `*` direkt in der Zeile steht.
- Bei einer Umleitung muss das Muster genau eine Datei treffen (`> *.log`), sonst meldet gosh `ambiguous redirect`.
### Pipes und Umleitungen